Menü


Ticker

*** News ***

Termine

Mi Mai 30
Schulfreier Tag

Kalender

Mai 2012
So Mo Di Mi Do Fr Sa
29 30 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Frankreichfahrt 2011

17/18-09-2011              Samstag/Sonntag              

Reise nach Frankreich

 

Schon Tage vor unserer Abfahrt nach Frankreich war ich aufgeregt und die Spannung stieg ins Unermessliche!

Nun war es soweit: Pünktlich um 22 Uhr startete der Bus mit 43 Schülern und 5 Lehrern aus drei Schulen am CCS in Suhl. (Neben den Schülern unserer Schule waren wieder die Schüler der Lautenbergschule Suhl und der Impulsschule Schmiedefeld mit an Bord.)

Anfangs waren alle noch sehr aufgekratzt und schwatzten munter durcheinander. Erst gegen 4 Uhr schlief der Letzte auf seinem Sitz ein.

Helmut Schmidt, unser Fahrer brachte uns bis zur französischen Grenze, wo Sebastian für den Rest der Fahrt das Steuer übernahm.

Mit vielen Pausen und der Besichtigung der tollen Landschaft landeten wir gegen 18 Uhr in Cenon, einem Vorort von Bordeaux.

Als wir unserer Partnerschule, an der uns die französischen Gasteltern in Empfang nehmen sollten, immer näher kamen, wurden wir immer aufgeregter. Schnell hatte jeder seinen Austauschschüler gefunden und auch ich fuhr mit meiner Gastfamilie in deren Wohnung.

Anfangs waren alle sehr ruhig und ich konnte nichts sagen oder machen, weil ich so aufgeregt war. Nach einem ausgiebigen Abendbrot fiel ich nach der langen Reise todmüde in mein Bett.

 

 

19-09-2011              Montag              

Schulbesichtigung und Stadtrundfahrt

 

Am Montagmorgen kamen wir alle mit unseren Austauschschülernum 8 Uhr in die Schule. Im Speiseraum warteten wir bis alle da waren und tauschten die ersten Erfahrungen in den Familien aus.

Gegen 10 Uhr wurden wir von der neuen Schulleiterin und dem stellvertretenden Schulleiter offiziell empfangen. Dabei konnte der stellvertretende Schulleiter die Rede seiner Chefin selbst übersetzen, da er bis vor zwölf Jahren noch Deutschlehrer war.

Dann hielten wir uns noch eine Weile auf dem Schulhof auf und konnten einer Klasse beim Sportunterricht zusehen. Um halb zwölf gab es für uns Mittagessen in der „Schülerkantine“. Das läuft etwas anders ab, als bei uns zu Hause: Jeder bekommt eine Vorspeise, ein Hauptgericht, ein Dessert und zum Schluss noch ein Stück Käse und etwas Baguette. So konnten wir gut gesättigt den Weg nach Bordeaux antreten. Mit der Straßenbahn fuhren wir bis ins Zentrum. Es hat mir dort total gut gefallen. Die vielen alten Gebäude und die kleinen Gässchen neben den breiten Einkaufsstraßen luden zum Schlendern und Verweilen ein. Damit wir einen ersten Eindruck von der Stadt bekamen, machten wir mit einer kleinen Bimmelbahn eine Stadtrundfahrt und bekamen alle Sehenswürdigkeiten erklärt.

Im Anschluss daran hatten wir noch etwas Zeit, die Stadt nun selbst zu erkunden.

 

 

20-09-2011              Dienstag              Surfen im Atlantik

 

Heute sollte es ans Meer gehen. Unser Busfahrer Sebastian sammelte uns alle morgens an der Schule ein und auf ging es mit Monsieur Sicaud in Richtung Cap Ferret an den Atlantik.

Es war eine aufregende Fahrt, denn wir waren gespannt, wann sich das Meer nun endlich zeigen würde. Nach einer eineinhalbstündigen Fahrt war es soweit, vor uns lag der Atlantik und links von uns sahen wir auf das Bassin d’ Arcachon. Auf einer Landzunge, die eher an einen Wald erinnerte, als das wir hinter ihr den Strand vermuten konnten, fuhren wir zum Treffpunkt mit den Surflehrern.

Dort angekommen, wurde uns von ihnen das Surfen erklärt und was alles zu beachten war. Jeder schnappte sich ein Surfbrett und auf ging es zum Strand.

Es war wie ein Traum, der nie aufhört: Endlose Weiten von Meer, weit und breit nur Sand… Das kann man gar nicht beschreiben. Es war wirklich so toll.

Für den Surfkurs wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe konnte erst einmal baden und die andere erhielt als erste Gruppe den Surfunterricht.

Das hat mir soviel Spaß gemacht! Es war der absolute Wahnsinn!

 

Total geschafft kamen wir gegen 17Uhr wieder an der Schule an und gingen mit unseren Partnerkindern wieder in die Gastfamilien.

 

 

21-09-2011              Mittwoch              

Besuch im Weingut „Chateau La Dame Blanche“ und noch einmal das Meer

 

Wie jeden Tag trafen wir uns morgens an der Schule. Doch heute war etwas anders: Unsere Austauschschüler mussten nicht in den Unterricht, sondern sollten mit uns gemeinsam und mit Monsieur Coubetergues das Weingut „Chateau La Dame Blanche“ besuchen. Für sie stand also ein zweiter Bus bereit.

Dieser französische Busfahrer kannte sich natürlich gut aus und es kam wie es kommen musste: Ganz kurz vor dem Ziel – wir konnten das Chateau (Schloss) schon ganz nah sehen – war der französische Bus verschwunden. Nach vielem Vor und Zurück fanden wir dann endlich die Einfahrt zum Weingut und auch einen Parkplatz für unseren Bus.

Eine Dame führte uns durch das Weingut und die Kellergewölbe, in denen der Wein hergestellt wird. Da hier die alten Weinfässer gelagert werden und der Wein vergoren wird, roch es hier etwas muffig und für viele von uns nicht sehr angenehm.

Ursprünglich gehörte das Weingut den Mönchen und sie stampften auf einem Zwischenboden die Trauben mit den bloßen Füßen, sodass der Traubensaft über eine Holzrinne in die Fässer geleitet wurde. Heute gehört das Weingut fünf Schwestern, die sich um alles kümmern.

Früher soll es eine traurige Prinzessin auf dem Schloss gegeben haben, die als Geist heute noch umhergeht. Und wenn sich der weiße Nebel über den Weinfeldern am Morgen oder Abend erhebt, sprechen die Leute davon, dass dort wieder die Dame in Weiß umgeht. Deshalb heißt das Weingut „Chateau La Dame Blanch“.

 

Nach diesen vielen interessanten Informationen rauchte uns der Kopf und wir mussten ihn im Atlantik wieder etwas abkühlen.

 

 

22-09-2011              Donnerstag           

Fahrt zu den Grotten von Matata und nach Talmont

 

Heute begleitete uns Madame Matboo, die selbst einige Jahre in Deutschland gelebt hat und hervorragend deutsch spricht, unsere Gruppe.

Von der Schule fuhren wir mit dem Bus zu den „Les Grottes de Matata“. Diese sind am rechten Ufer der Gironde in der Kreideküste zu finden. Sie wurden durch das Meer ausgehölt und später durch Menschenhand weiter bearbeitet, sodass man in den Grotten vor Wind und Regen geschützt war und darin leben konnte. Die wechselvolle Geschichte dieser Behausungen wird heute in einem kleinen Museum gezeigt.

Nach dieser interessanten Entdeckungsreise in die Vergangenheit fuhren wir in das malerische Dörfchen Talmont, das auf einer kleinen Halbinsel liegt. Die verwinkelten Gässchen konnten wir selbst erkunden und in den vielen Lädchen, in denen die verschiedensten Kunsthandwerke ihre Waren darboten, so manches Souvenir erstehen.

Das Dorf stammt aus dem Mittelalter und wird weithin sichtbar von einer romanischen Basilika aus dem 12.Jahrhundert überragt.

 

 

23-09-2011              Freitag              

Schulbesuch und noch einmal Bordeaux

               

Am Morgen in der Schule begleiteten wir zunächst einmal unsere Partner in ihren Unterricht. Das war gar nicht so einfach, denn nun kam ich mit meinen paar Brocken Französisch überhaupt nicht mehr weiter.              

Danach arbeiteten wir in verschiedenen Gruppen, um den Abschlussabend vorzubereiten. Mit Justine, Sina und Lisa-Marie stellte ich eine große Wandzeitung über die Unternehmungen der vergangenen Tage zusammen. Da mussten Bilder ausgedruckt und Texte geschrieben werden, sodass die knapp bemessene Zeit gerade so ausreichte.

Andere studierten noch einmal unser Lied „Und das ist alles nur in meinem Kopf“ ein. Und eine dritte Gruppe baute schon seit dem Morgen mit Monsieur Coubetergues und Herrn Sthamer Raketen, die am Abend gestartet werden sollten. Diese Schüler hatten auch noch am Nachmittag zu tun, aber der Rest machte sich noch einmal ins Zentrum von Bordeaux auf, genoss das herrliche Wetter an den Wasserspielen oder kaufte noch ein paar Geschenke ein.

17 Uhr ging es nur kurz in die Gastfamilien, denn 18.30 Uhr starteten schon wieder die Raketen hinter dem Schulgelände. Von dort fuhren wir in den angemieteten „Festsaal“.

Die Gasteltern sorgten für unser leibliches Wohl und hatten alle etwas Leckeres mitgebracht. Madame Etchepare hatte auch diesen Abend wie die ganze Woche hervorragend organisiert.

Die französischen und deutschen Schüler zeigten – teilweise auch gemeinsam – ein kleines Programm und dann konnte es nach dem offiziellen Teil so richtig losgehen. Alle stürzten auf die Tanzfläche und bis 24 Uhr war nun Party angesagt.

Todmüde fiel ich nach diesem langen, anstrengenden und wieder wunderschönen Tag in mein Bett.

 

 

24/25-09-2011              Samstag/Sonntag              

Wochenende in der Gastfamilie

 

Am Samstag war erstmal ausschlafen angesagt, danach ging es am Nachmittag mit meiner Partnerin in die Stadt. Hier haben wir viele französische Schüler mit ihren deutschen Austauschschülern getroffen.

Abends wurde es wieder spät, sodass ich am Sonntag bis Mittag im Bett lag und erst zum Essen wach wurde. Danach fuhren wir in einen Kletterpark, der sehr schön war und wo es mir viel Spaß gemacht hat.

 

 

26/27-09-2011              Montag/Dienstag              

Heimreise über Paris

 

Schon um 7 Uhr mussten wir am Treffpunkt hinter der Schule sein. Nun hieß es von unseren Gastfamilien Abschied nehmen. Sie hatten uns eine Woche lang liebevoll umsorgt.

Nachdem das ganze Gepäck verstaut war und alle an ihren angestammten Plätzen saßen, wurde noch einmal laut gehupt und hinter der nächsten Kurve verschwand eine wunderschöne Woche in Bordeaux. Aber das sollte nicht der Abschluss unserer Reise sein, das Beste fehlte noch – Paris.

Als wir am späten Nachmittag in Paris ankamen, war ich zunächst einmal total geschockt von diesen Auto- und Menschenmassen. So ein Gewusel kennt man aus unserem kleinen Suhl gar nicht.

In der Nähe von Notre Dame hielten wir nur kurz, sprangen aus dem Bus, bevor uns die Polizei des Platzes verweisen konnte und liefen nun bis Mitternacht kreuz und quer durch diese herrliche Stadt. Zuerst ging es zur weltbekannten gotischen Kathedrale Notre Dame. Von dort teilten sich unsere Wege. Eine Gruppe schaute sich mit Frau Luck die Stadt an und die andere ging mit Frau Schübel und Herrn Sthamer in den Louvre. Dort wollte man sie erst nicht einlassen, aber dann ging es plötzlich doch und ein paar Minuten hatten sie Zeit für das bedeutendste Bild aller Zeiten – die „Mona Lisa“. Wir schlenderten derweil durch die belebten Straßen von Paris und kauften noch die letzten Souvenirs.

Gegen 21.30 Uhr trafen wir uns am Eiffelturm. Von Bildern kennen wir ihn alle, aber nun wirklich vor ihm zu stehen, war ein tolles Gefühl. Alles war vergessen, selbst die wund gelaufenen Füße. Abends ist der Eiffelturm beleuchtet, jede volle Stunde blinkt er wie ein Silvesterfeuerwerk und das sieht natürlich viel schöner aus als am Tag. Es war der absolute Wahnsinn.Wir mussten lange anstehen, bis wir die Eintrittskarten bekamen. Jeder hatte eine andere Karte, weil nicht alle bis ganz nach oben fahren wollten.

Wenn man bis hoch wollte, musste man in der 2.Etage umsteigen und dann wieder ewig anstehen, um in den zweiten Fahrstuhl zur Spitze zu kommen. Doch dann wurde man mit einem herrlichen Ausblick über das hell erleuchtete Paris belohnt

Das war einfach unbeschreiblich!

Um Mitternacht trafen wir unseren Bus und dann ging es gen Heimat. Gegen 12 Uhr waren wir nach einer erlebnisreichen und aufregenden Woche wieder in Suhl.

 

Es war sehr, sehr schön in Frankreich.

 

Jennifer Haberland und Frau Bauer


Oktober 2011

© Paul-Greifzu-Schule